want you to want me
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a new life's beginning

Es ist schön, mal faul sein zu dürfen. Wobei 'faul sein' es eigentlich gar nicht mal trifft. Aber jetzt, da Schule so ziemlich abgehakt ist, kann man so vieles an einem Tag schaffen. Man könnte meinen, ich liege nur auf der faulen Haut, wenn man bedenkt, dass jeden Abend irgendetwas ist. Ein gemeinsamer DVD-Abend, Cocktails trinken, Kart fahren, Billard spielen oder ähnliches. Nichts desto trotz steht man gegen Zehn völlig erholt auf, frühstückt bei Animes, für die man die letzten Monate nie Zeit fand und setzt sich danach gemütlich an die Wiederholung verschiedener Fächer. Und mit einem Male, nach zwei Jahren Chemieunterricht bei einer Lehrerin, die wirklich im Stande ist einem etwas beizubringen, da erscheint sogar Elektrochemie mit einem Male nicht mehr so kompliziert und unschaffbar wie zu Beginn der Oberstufe. Und während man so vor sich hinlebt und seine Ferien genießt, mit all den schönen und lustigen Augenblicken, gewürzt mit einer Prise - und zwar wirklich nur einer Prise - Stress, lässt sich endlich all der bürokratische Kram erledigen. Mit einem Male hat man eine Ablage und telefoniert jeden Tag mit irgendwelchen Firmen, um Probleme aus der Welt zu schaffen, um die sich früher der Vater kümmerte. Vermutlich ist das Ende der Schule, der Beginn des Studiums bzw. was auch immer für das Individuum danach folgen wird, ein sehr einschneidender Abschnitt des Lebens, einer, der vieles verändern wird. Der auch in meinem Leben vieles verändern wird. Selbstständig war ich zuvor auch, doch dieses Jahr werde ich es endgültig und auf eine völlig andere Art sein, selbst, wenn ich weiterhin bei meinen Eltern wohnen bleiben sollte. Es ist irgendwie ein schönes Gefühl zu wissen, dass man sein Leben im Griff hat, wenn man die Sparvertragsmappe schließt und den Termin in den Kalender einträgt, wenn man sich plötzlich eigenständig versichern lässt und den Ordner mit all der Bürokratie ins Regal schiebt. Und genau da beginnt für mich die Vorfreude. Eine mir bisher unbekannte Vorfreude, denn Schule war für mich immer etwas positives. Tagtäglich Freunde zu sehen, lernen zu dürfen, das stetige im Leben, das ihm eine gewisse Regelmäßigkeit verleiht. Und auch jetzt könnte ich noch weitere 3 Jahre an dieser Anstalt verbringen, zumal nun auch das Verhältnis zu den Lehrkräften angenehm wird, man miteinander Scherze macht. Ja, nimmt man die Schule humorvoll, macht es tatsächlich Spaß jeden Tag dort hinzugehen. Doch das Gefühl der Eigenständigkeit, das Gefühl mein Leben selbst zu bestimmen (sei es doch zum Teil nur von der Gesellschaft vermittelte Utopie) bringt mich dazu, mich auf das Ende dieses Lebensabschnitts zu freuen. Denn bald muss ich nicht mehr gerne tun, was ich tun muss, sondern darf tun, was ich gerne tuen würde. Ich werde studieren, was mir Freude bereitet. Ich darf mein Leben selbst bestimmen.
13.3.08 12:26
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


... (13.3.08 22:00)
Besser kann man die Sache nicht machen.Glückwunsch.=)


miyu (19.3.08 19:34)
Freut mich dass es dir so gut geht! Kann verstehen, dass du dich aufs Studium und aufs selbstständige Leben freust, hoffe alles wird so wie du es dir vorstellst! =)

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