want you to want me
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acclimatisation

Nachdenklich schaute ich in den Himmel empor, sah den Wolken nach, die über meinem Kopf hinweg zogen und der Sonne nur hier und da einmal einen Blick gewährten. Das Gras unter mir war weich und kitzelte mich immer dann, wenn der Wind sich regte und die Grashalme zum Tanzen brachte.
Lächelnd schob ich den Kopf zurück und sah die Welt Kopf stehen, sah all die Dinge, wie ich sie kannte, auch, wenn sie aus jener Perspektive seltsam erschienen. Die Schwerkraft hatte sich umgedreht, die Häuser hafteten am Himmel während am Boden nur dunkle Wolken von dannen zogen. Das Sommergewitter meines Lebens. Tiefschwarze Wolken verdunkelten die Welt. Blitze zerrissen den Himmel und Donnergrollen fegte damals über mich hinweg. Doch das ist Vergangenheit, denn das strahlende Blau des Himmels hatte die Wolken vertrieben.
Ja. Es ging mir gut. Ich hatte viel geschafft.
Ich lies meinen Blick weiterschweifen, sah nach oben in den von Wolken verschleierten Himmel. Wie lange diese Wolken wohl noch dort bleiben werden? Wie lange würde es dauern bis die Wolken von dannen gezogen und den strahlendem Sonnenschein genehmigen würden, es endlich wieder Sommer werden zu lassen?
Ich durfte nicht aufgeben, nein. Ich würde es schaffen und diese Zeiten würden vorbeigehen. So, wie sie es schon einmal taten.
Entschlossen fand ich den Mut zu tun, was ich wirklich tun wollte.. doch als ich hinauf in den Himmel sah, da zogen nur erneut tiefschwarze Wolken am Horizont auf, die untergehende Sonne verschleiernd. Vielleicht. Ganz vielleicht ging sie ja nicht einmal unter. Vielleicht, aber nur vielleicht, war es ein Sonnenaufgang – ganz gleich was die Uhr sagte. Und wenn auch nicht hier, dann an einem anderen Ort, für eine andere Person, die all diesen Gedanken nachhängt. Vielleicht..? Ja. Vielleicht war meine Wettervorhersage richtig.. doch vielleicht irrte ich mich auch? Wer wusste schon welche Wolke wann am Himmel erschien. Gerade, weil doch mein persönlicher Himmel nur ein Bruchstück dessen war, was dort über uns hängt. Vielleicht sind manche Wolken nur da um sich über meinem Kopf in Wohlgefallen aufzulösen.. doch vielleicht werden sie auch verweilen. Vielleicht wird es keinen Windstoß geben, der sie hinfort bläst, keine Sonne, die durch diese Wolken reicht?
8.12.06 18:35
 


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