want you to want me
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bitter life

„Hey.“
Eine Stimme schleicht sich an mein Ohr.. sie ist mir bereits seit Jahren vertraut. Über all diese Jahre hinweg, kenne ich diese Stimme bis in ihre kleinste Faser. Und nicht nur das. Sogar das, was sie erzählt, ist mir bereits seit Jahren vertraut. Immerzu spricht sie von der neuesten Mode, über die es zu richten gilt, die Planung für Zeit, die sie viel sinnvoller hätte nutzen können, spricht von nächtlichen Unternehmungen im aufregendsten aller Clubs. Viel zu oft erzählt sie von Männern. Männer, die sie hintergingen und an denen sie sich nun zu rächen sehnte. Männer, die sie kennen lernten, nach denen sie sich verbotenerweise sehnte und sich nur allzu häufig wünschte wieder ledig zu sein. Und schließlich jene Männer, die von ihnen auf eine Art und Weise hintergangen wurde, über die sie leise kicherte und sich ihrer schönen Welt erfreute, in der alles so lief, wie sie es sich wünschte.
Eine Stimme schleicht sich an mein Ohr, so unerwünscht, wie sie es über all die Jahre hinweg immer gewesen war. Eine Stimme, die Revolten in mir losfegt und die Truppen in meinem Körper, die sich seit jeher bekämpfen, aufhorchen lässt um ihre Stärke gegen sie zu vereinen. Nie wollte ich sie hören, ihre Banalitäten.

„Hey. Woher hast du das?“
Eine Stimme schleicht sich an mein Ohr. Seit jeher bekannt und doch nicht gleich. Eine Faser dieser Stimme war mir gänzlich unbekannt, eine Faser, die Nachdruck verkündete, ja sogar Empörung offentat..
Eine Stimme schleicht sich an mein Ohr.. Eine Stimme spricht zu mir.

„Woher hast du dieses T-Shirt?“
EMP.
Was nun? Ist diese Farbe nun letztendlich derart populär geworden, dass selbst du danach fragst? Was gedenkst du zu tun, du, die du nur immerzu mit dem Strom schwimmst, du, an der man die neuste Mode ablesen kann, wie in jedem Jugendmagazin? Willst auch du dich nun in schwarz hüllen, in jene Farbe die so exzessiv nur von jenen getragen wird, die sich in einem gewissen Maße von der Gesellschaft abzugrenzen wünschen? Willst du, die du die Gesellschaft perfekt widerspiegelst eintauchen, in diese populär gewordene Welt, dich uns anpassen und jeden deiner Sprüche und abfälligen Blicke nur noch weiter ins Lächerliche ziehen?
Wieso? Interesse?
„Nein, Nein.“
Ein Blick trifft den meinen, so voll von Abfälligkeit, wie er mir seit Jahren vertraut ist. Über all die Jahre hinweg, kenne ich diesen Blick bis in seine kleinsten Winkel. So voll von Unverständnis, Missbilligung und Ekel, dass er mir immerzu ein amüsiertes Lächeln abringt.
„Sowas singen die?“
Ein Blick trifft den meinen, so voll von Unverständnis, wie er mir seit jeher bekannt ist, denn er war das einzige, was uns je verband.
Ja. Und jeder Soziologe würde dir bestätigen, was dort steht.
Eine Stimme schleicht sich an mein Ohr, seit jeher bekannt und doch nur eine verzerrte Version des Originals. Täglich gehört und doch nie wirklich vernommen. Tiefste Überzeugung liegt in ihr, auch wenn sie sich nie sicher war, dass jeder Soziologe besagtes Zitat als Fakt abtun würde, so war sie sich doch sicher, dass jeder Mensch, wenn er sich nicht völlig verschließt, einen wahren Kern darin anerkennen muss. Weiter, weiter ins Verderben. Jeder Mensch, der nicht völlig verblendet ist. Jeder, der diese destruktive Rasse mit einigermaßen klaren Augen betrachtet, anstatt durch die verhasste rosa Brille zu blicken. Wir müssen leben, bis wir sterben. Ja. Sowas singen die.
Was?
„Ach.. nichts..“
Ein Blick trifft den meinen, so voll von Skepsis, wie er es immer ist, wenn er meinen Worten folgt. Ein Blick, der nur allzu deutlich zeigt, dass du meine Meinung nicht verstehst, doch das macht nichts. Er mag dir zur pessimistisch sein, doch für mich entspricht er der Realität. Und die ist nicht immer rosarot.
„Es ist nur so… direkt.“
Zu.. direkt..? wie bitter.
Einfach bitter.
4.10.06 10:21
 


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