want you to want me
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und es ist soweit. Ein weiteres Treffen neigt sich dem Ende.
Momentan sitze ich hier, bei ihm zu Hause und vertreibe mir die Zeit, während die beiden auf dem ASP Konzert sind. Und nunja.. ich kann es nicht bestreiten. Es ist ein seltsames Gefühl..

Einerseits ist da noch immer das Gefühl so vieles verpasst zu haben in den zwei wochen, die ich kaum zu Hause war, kaum mit all den Menschen sprechen konnte, die mir so am Herzen liegen..
Wenn in nicht einmal einer Woche Berlin dermaßen viel passiert ist, dass ich beinahe durchdrehe, weil zu viele Gedankenströme auf mich einstürzen und ich es einfach nicht vermag einen zu ergreifen um ihn irgendwann abzuhaken.. wenn in zwei Wochen fernab der Heimat so viel passiert ist, dass ich nicht wüsste, wo ich nun anfangen sollte, würde man mich danach fragen.. was hab ich dann alles verpasst?.. Und macht es überhaupt etwas aus? Gibt es jemanden, der darauf brennt mich wiederzusehen um mir zu erzählen, was alles passiert ist, was erlebt wurde? Um mir die lustigen Momente zu schildern, mit mir darüber zu lachen oder um mal wieder etwas mit mir zu unternehmen?
Vermutlich beginne ich in alte, verhasste Muster zu fallen, doch penetranter könnte dieses Gefühl nicht sein.. was macht es für einen Unterschied? Ob ich nun hier oder dort bin? Das Leben geht weiter und hat man sich erst einmal daran gewöhnt, dann stört es niemanden..
Andererseits beweisen mir manche Menschen tatsächlich, dass es einen Unterschied macht, dass ich vermisst werde. Dass ich ihnen nicht gerecht werden kann. Keine Zeit für sie habe.
Meine Gedanken rasen, ich scheine einfach nicht genug Zeit zu haben um alle zu verfolgen.
Es fühlt sich so an, als würde ich zu nichts mehr kommen und selbst wenn ich dann den Erfolg bekomme, den ich gewollt hatte, dann kommt ein Schlag aus einer anderen Richtung um mich erneut darauf aufmerksam zu machen, dass ich gefälligst noch etwas zu tun habe. Lernen. Mit jemandem Sprechen. Verträge abschließen. Haushalt. Emails beantworten. Nur niemanden vernachlässigen.
Und die wenigen Menschen, bei denen ich mich erholen kann, bei denen ich mich fallen lassen und einmal abspannen kann....ich weiß auch nicht. Ich kann nicht mehr. Selbst wenn meine Kraft für all das reichen würde bin ich noch kein Roboter. Ich bin keine Maschine, die nur arbeitet. Auch, wenn Erfolg mein Ziel ist, wenn ich bereit bin viel zu arbeiten, bin ich doch noch immer ein Mensch. Ob man es glaubt oder nicht ein Mensch mit Gefühlen. Wann darf ich darüber nachdenken? Wann darf ich träumen und wann verdammt nochmal darf ich darüber nachdenken, was mich verletzt? Darf ich auch mal nicht wollen? Was glaubt ihr was es für eine Wirkung hat, wenn ihr mich tagtäglich bedrängt.. es wird mich nicht öfter dazu bringen mit euch reden zu wollen und ganz sicher wird es mir keine Kraft für all das geben..
ist es so utopisch? so unverständlich?
seht auch ihr mich nun an, als würde ich hinterm Mond leben, nichts vom Leben wissen?

aber vielleicht.. ist es auch einfach zu viel verlangt. vielleicht ist eine Antwort ebenso zuviel verlangt wie eine eins in Chemie. Vielleicht ist Aufrichtigkeit genauso utopisch wie euer Verständnis, wo es mir selbst doch oft so schwer fällt mich selbst zu verstehen..

..whatever
29.10.06 00:17
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Jana / Website (29.10.06 01:35)
Tja ... ist ne Weile her, dass ich das geschrieben habe, aber ich weiß genau wie's dir gerade geht. Oder was denkst du, wie ich mich fühle, wenn ich nach sechs Wochen (drei Monaten ...) wieder nach Berlin komme? Oder generell mit England? Dass ich alle meine Freunde (also die wichtigsten Menschen in meinem Leben) vernachlässige nur weil ich verdammt noch mal erfolgreich sein will? Tja ... sonderlich angenehm ist das nicht.
Meine Erfahrung damit: Natürlich geht das Leben zu Hause weiter, wenn du weg bist. Und es wird sich nicht sofort alles um dich drehen, wenn du wieder auftauchst, aber sobald du wieder da bist, werden sich die Leute freuen und mit dir reden und dir die lustigen, wichtigen Dinge erzählen ... klar, dir entgehen die Partys und Details und man bekommt so lustige Antworten wie "Ach, eigentlich ist gar nichts los gewesen" wenn man doch eigentlich jedes Wochenende einen Riesenspaß hat, und was weiß ich was noch, aber hey, man kann eben nicht alles haben, tough luck.
Als ich vor zwei Wochen wieder nach Hause gekommen bin, hab ich vor allem eins bemerkt: Es ist viel passiert und irgendwie hat sich doch nichts geändert. Freunde verschwinden nicht, nur, weil du eine Zeit lang deine Prioritäten anders setzten musst. Wenn sie das tun, waren es nie wirkliche Freunde. Wirkliche Freunde kann man wochen-, monate- oder jahrelang nicht sehen und wenn man sich wieder trifft ist es, als hätte man sich erst gestern gesehen. Floskel, ja, aber ist sehr wahr.
Und: Natürlich darfst du. Du darfst alles, was du willst. Sartre, hm?


San / Website (29.10.06 12:16)
Ich kann mich im großen und ganzen nur Jana anschließen... die Welt dreht sich leider weiter,.. mit und ohne einen, das muss wohl jeder merken, der zum Beispiel verreist oder für längere Zeit weg muss.
Aber anstatt dich mit den Gedanken zu beschäftigen, was du nur alles verpasst haben mögest, oder ob sich überhaupt jemand für dich itneressiere, solltest du erstmal genießen, was du da momentan hast, denn die Menschen, bei denen du jetzt bist, leben ja danach auch weiter oder? Doch momentan hast du die Chance, einen Teil mit ihnen zu leben, auch wenn es nur für eine Woche ist/war.
Ich weiß nicht, am liebsten würde ich dich boxen, für diese Gedanken.
Es tut weh, es tut wirklich weh zu lesen, was mich schon fast anschreit: "Du hast vergessen! Wahrscheinlich bin ich dir scheiß egal!".
Und wenn ich nicht aufpasse, fange ich an zynisch zu werden.. was ich immer tue, wenn ich ängstlich und verunsichert bin.
Hier warten Menschen auf dich, ja echt.
Und auch wenn sie es vielleicht nicht immer so gut zeigen (*plinkpfeil auf mich*), dann sind sie immernoch da und denken an dich. Sie haben sich nicht um 180° gedreht und kennen dich nicht mehr, wollen plötzlich nichts mehr mit dir zu tun haben.. DAS wäre für mich utopisch.
Ich habe schon die letzten 5 Jahre immer in den Ferien auf dich gewartet (und oh gott! Ich habe schon längere Zeitspannen als zwei Wochen auf dich warten müssen!), also die Gedanken mit dem "Keiner-interessiert-sich-für-mich-buhu" kannst du gleich wegschmeißen. Oder hast du mich vergessen? Hast du vergessen, dass ich hier bin und auf dich warte und bist deswegen so? Hey, soherum gefällt mir das viel besser ^^


San / Website (29.10.06 12:16)
Wenn du auszeiten brauchst, nimm sie dir. Wenn du es sagst, werden dich die Leute in Ruhe lassen, werden sagen: "Okay, ich warte, bis du wieder einen klaren Kopf hast."
Aber erwarte dann nicht, dass die Menschen von sich aus wieder auf dich zukommen, oder imme rgenau wissen, was sie jetzt mit dir tun dürfen, zu was du momentan nicht in der lage bist oder sonstiges, denn Menschen sind keine Gedankenleser, Menschen können nicht alles wissen. Sie sind zwar Gottes Schöpfung, aber bei weitem nicht Gott selbst.
Außer es gäbe ne Bedienungsanleitung für dich, das würde die Sache erleichtern.. hättest du eine? Dann würde ich nicht mehr immer alles falsch machen.


Oli (29.10.06 17:51)
eigentlich nur Schade, dass du deswegen, weil du drüber nachdenkst, was du daheim verpassen könntest, hier dann so einiges verpasst.
Ich hab vor ner Weile mal ne Frau inna U-Bahn getroffen und die hat mir was ziemlich cleveres gesagt, was ich zwar auch schon wusste, es aber nie so gut ausdrücken konnte: Egal, wo du bist, es ist immer der richtige Ort. Egal wann du dort bist, es ist immer die richtige Zeit. Und egal ,was du dort machst, es ist immer das Richtige, denn es ist dein Leben und dieses eine Mal ist das eine Mal, wo du es richtig machen musst, denn es gibt kein zweites Mal^^


Thale / Website (30.10.06 06:43)
Die Leute, die du in Berlin wiedergetroffen hast, verpassen im Grunde viel mehr als du in den knapp 2 Wochen. Es ist ein Bruchteil .. Beklag dich nicht, schau nach vorne! Es kann nur besser werden als schlechter. Wenn du je ein Auge zukneifst, wenn du verlangst, aber deine Worte nicht zur Geltung bringst, dann wird niemand mit Verständnis vor dir stehen ...
Ich denke ich selber hätte den Fehler begangen dich nach deiner Rückkehr zu empfangen, mit Fragen und Worten zu bombadieren. Aber da fehlte die Gewissheit, dass du deine Ruhe brauchst.
Zudem. ich hab mich die ganze Zeit beim lesen gefragt, ob es nicht ein Widerspruch ist.
Du möchtest das Gefühl nicht empfinden in den Wochen so viel verpasst zu haben, du möchtest dich vermisst und erwartet fühlen, dennoch nicht erdrückt und gefordert, um es allen Recht zu machen.
Ich hab dich vermisst.
Hab ich gewartet? Im Grunde vergeht die Zeit immer und man wartet unbewusst auf alles und jeden. Vielleicht nicht immer jede Sekunde, in der man daran nicht denkt, aber immerhin.
Ich werde nichts fordern.
Eben wie du - ein Mensch - und ich würde dir Zeit der Welt geben. Weiterhin den Weg des Lebens beschreiten und warten.
Auf dich.
Also ruh dich aus, hol alles nach, was du nachholen möchtest. Du schaffst das (= !

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